Aufbrüche und Abschiede auf Eagle Island – warum der Blick zurück die Wunden unseres Lebens heilt
»Mit 72 Jahren beschloss Julie Cooper zum zweiten Mal in ihrem Leben, dass es an der Zeit sei, der Einsamkeit in den Hintern zu treten. Es war ein klarer Frühlingstag, ein Montag, ihr Mann Nat war seit vier Jahren tot, ihre beste und einzige Freundin Ann seit sechs Monaten. Das Meer war vom Fenster ihres Wohnzimmers aus sichtbar. Weiße Schaumkronen saßen auf den Wellen, die in den Hafen drängten. Der Wind ließ die Hummerboote, die noch nicht ausgelaufen waren, auf ihnen tanzen. Im Osten über der Nachbarinsel Eagle Island ging die Sonne auf und rötliches Licht legte sich über das Wasser. Dieser in optimistisches Rosa getauchte Tagesanfang war eine Beleidigung für ihre Gefühle, fand Julie. Sehnsucht nach Nat und Ann, aber auch nach Mina, die schon so lange nicht
Ähnliche Bücher wie Hummerjahre
Es gibt keinen Weg, der nicht irgendwann nach Hause führt
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wird mitten in Deutschland ein kleiner Junge gefunden, der nichts über sich selbst und seine Herkunft weiß. Sein Alter wird geschätzt, er bekommt den Namen Hartmut und wächst in einem katholischen Kinderheim auf, in dem viel Ordnung und noch mehr Zucht herrscht. Dort lernt er die etwas ältere Kriegswaise Margret kennen, die ihn schon im Heim zu beschützen versucht. Die beiden werden zu einer unverzichtbaren Stütze füreinander und beschließen, sich nie wieder loszulassen. Doch während sie mit aller Kraft versuchen, gemeinsam das Geschehene zu vergessen und ein normales Leben zu führen, werden die Folgen ihrer Vergangenheit auch für die nachkommenden Generationen bestimmend ...
Es gibt keinen Weg, der nicht irgendwann nach Hause führt
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wird mitten in Deutschland ein kleiner Junge gefunden, der nichts über sich selbst und seine Herkunft weiß. Sein Alter wird geschätzt, er bekommt den Namen Hartmut und wächst in einem katholischen Kinderheim auf, in dem viel Ordnung und noch mehr Zucht herrschen.
Dort lernt er die etwas ältere Kriegswaise Margret kennen, die ihn schon im Heim zu beschützen versucht. Die beiden werden zu einer unverzichtbaren Stütze füreinander und beschließen, sich nie wieder loszulassen.
Doch während sie mit aller Kraft versuchen, gemeinsam das Geschehene zu vergessen und ein normales Leben zu führen, werden die Folgen ihrer Vergangenheit auch für die nachkommenden Generationen bestimmend ...
Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte die Kontrolle darüber behalten, wie man auf dieses Leben blicken wird.
Als Julian Barnes erfährt, dass er eine Krankheit hat, die für ihn tödlich sein kann, aber nicht sein muss, heißt das für ihn, die Dinge zu ordnen. Was zählt im Leben, welche Lebensphase war wichtig, oder trügt die Erinnerung? Er nimmt Abschied, indem er den Anfang und das vermeintliche Ende dieses außergewöhnlichen Schriftstellerlebens erzählt – und eine fiktive Geschichte, in der auch ganz viel Julian Barnes steckt.
Eine literarische, ehrliche Bilanz, ein Blick zurück und nach vorn von Julian Barnes, dem großen englischen Romancier, der sich vielleicht mit diesem Buch vom Schreiben verabschiedet. Schließlich weiß man
Ähnliche Bücher wie Abschied(e)