Bertolt Brechts und Kurt Weills Welterfolg, Die Dreigroschenoper, ist jetzt in einer farbkräftig illustrierten Prachtausgabe neu zu entdecken. Katja Spitzers leuchtende Bilder voller Witz und Dynamik lassen dieses mitreißende Theaterstück in einem neuen Licht erstrahlen. So frisch und frech, so kraftvoll und knallig wurde Die Dreigroschenoper schon seit langem nicht mehr präsentiert.
In den düsteren Straßen Londons kämpft der skrupellose Gangster Macheath, genannt Mackie Messer, um Macht und Liebe ‒ doch sein größter Gegner ist nicht das Gesetz, sondern die noch korruptere Gesellschaft um ihn herum. Als er heimlich die schöne Polly, Tochter des zwielichtigen Bettlerkönigs Peachum, heiratet, entfaltet sich ein intrigantes Spiel um Verrat, Geld und Moral, in dem niemand wirklich unschuldig ist …
In einer Welt, in der Menschsein manchmal gar nicht so einfach ist, treffen diese Texte direkt ins Herz. Schonungslos ehrlich und mit großer sprachlicher Kraft findet Clara Lösel Worte für das, was wir alle schon einmal gefühlt haben, uns aber oft nicht trauen, auszusprechen. Es geht ihr ums Hinschauen, ums Auf-sich-selbst- und Nach-anderen-Schauen. Es geht um Liebe und Gesellschaft, um Lebensfreude und Trauer, um Schönheitsideale und mentale Gesundheit und die unbändige Stärke, die in der eigenen Verletzlichkeit liegt. Aber vor allem geht es um die eine wichtige Botschaft: Du bist damit nicht allein.
Diese 101 neuen Gedichte werden von ihrer Community schon sehnsüchtig erwartet – darunter bisher unveröffentlichte Texte, die Clara bereits auf ihrer ausverkauften Tour performt hat und die von den Fans geliebt werden.
Königsmord und Liebesdrama, Eifersuchtsintrige und Geschlechterkampf: Hier sind sie versammelt, die bekanntesten und schönsten Dramen und Komödien des Weltliteraten Shakespeare – leicht fasslich in Prosa nacherzählt für Neueinsteiger in das Werk des großen englischen Autors. Romeo und Julia, Ein Sommernachtstraum, Hamlet, Viel Lärm um nichts, König Lear, Macbeth, Othello und viele mehr: Burkhard Neie hat alle Geschichten für dieses Lesebuch der Insel-Bücherei typografisch eingerichtet und mit seinen Illustrationen versehen, ein buchkünstlerisches Vergnügen!
Dieses Buch gibt es in zwei Versionen: mit und ohne Farbschnitt. Sobald die Farbschnitt-Ausgabe ausverkauft ist, liefern wir die Ausgabe ohne Farbschnitt aus.
Scarlett möchte in Cornwall neu anfangen — mit einem alten Strandkiosk, einer Portion Trotz und der Hoffnung, endlich anzukommen. Hier, unter dem weiten Himmel von St. Ives mit seinen goldenen Stränden und dem kristallklaren Wasser, ist der richtige Ort. Jonah, Rettungsschwimmer mit abgebrochener Arztkarriere, plant den Absprung: eine Weltreise, keine Verpflichtungen. Doch sobald sie sich begegnen, ist da diese Anziehung, gegen die keiner von beiden ankommt. Dabei hat Scarlett einen Freund in London. Und Jonah hat seine Gründe, sich auf niemanden einzulassen. Trotzdem kreisen sie immer wieder umeinander ... Aber was, wenn das Richtige gar nicht das Vernünftige ist?
Lange erzählten Historiker der Bundesrepublik Geschichten von wachsendem Wohlstand, Modernisierung, erlernter Liberalität und stabiler Demokratie. Deutschland schien »im Westen« angekommen. Die Herausforderungen der Gegenwart aber verändern unseren Blick auf die jüngere Vergangenheit: Klimawandel, neuer Nationalismus, Ungleichheit und zunehmende Gewalt im politischen Alltag führen vor Augen, was mit diesen Geschichten nicht stimmte – und was sie nicht erzählten. Mit Blick auf zentrale Themen der Zeitgeschichte präsentieren renommierte Historiker:innen in diesem Band neue Perspektiven auf die bundesdeutsche Geschichte seit 1945.
Samuel Beckett hat nur einmal in seinem Leben über längere Zeit Tagebuch geführt, nämlich auf seiner großen Deutschlandreise von September 1936 bis April 1937, die ihn u. a. nach Hamburg, Berlin, Dresden und München führte. Die sechs umfangreichen Hefte fanden sich im Nachlass.
Es handelt sich bei den „Deutschen Tagebüchern“ um die letzten bedeutenden Texte des Autors, die noch unveröffentlicht sind. Sie geben Aufschluss über die Entwicklung von Becketts Ästhetik in dessen Auseinandersetzung mit Literatur und mit bildender Kunst. Aber auch über die Motive, die ihn zur Ausweichbewegung dieser Reise veranlassten. Historisch bedeutsam sind sie wegen des unbestechlichen Blicks, den der junge irische Autor als teilnehmender Beobachter auf das Deutschland der frühen Nazijahre wirft.
Den Auswirkungen der NS-Kulturpolitik begegnet Beckett bei der Besichtigung abgehängter Bilder in den Depots von Museen sowie im Gespräch mit Künstlern und Sammlerinnen. Detailgenaue Beobachtungen des Alltags im nationalsozialistischen Deutschland durchziehen die gesamten Aufzeichnungen.
Der erste Band enthält die weltweit erste Veröffentlichung des mit deutschen Wörtern, Wendungen und Sätzen gespickten englischen Originals sowie die deutsche Übersetzung. Neben einem detaillierten, fortlaufenden Sachkommentar bietet Band zwei Einleitung und Nachbemerkungen der Herausgeber und der Übersetzerin, dazu Übersichten und Register, die als Werkzeuge die Tagebücher aufschlüsseln.
Lemberg, 1941. Die sechzehnjährige Nelka wird von Soldaten aufgegriffen und mit zahlreichen Mädchen und Frauen nach Westen verschleppt. Auf einem norddeutschen Gutshof werden sie zu schwerer Arbeit gezwungen. Ihr Vater hatte Nelka früh im Obstbau unterrichtet, und schon als Kind hatte sie ihm beim Veredeln der Apfelbäume geholfen. Dank dieses Wissens kann sie sich anfänglich der Zudringlichkeit des Gutsverwalters erwehren. Sie plant den Apfelanbau für ihn, und die Plantagen bescheren ihm nach dem Krieg ein Vermögen. Jahrzehnte später kehrt Nelka an den Ort ihres Leidens zurück. Sie will, dass Marten sich an das erinnert, wovon sie selbst sich endlich befreien muss.
Welche Spuren die gewaltvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts und Zwangsarbeit hinterlassen haben, bis in die Gegenwart und Landschaften hinein, das macht Svenja Leiber in ihrem neuen Roman sichtbar. Sie erzählt von Frauen, deren Wissen und Körper ausgebeutet wurden, die sich in Freundschaft verbanden und sich so gegen Erniedrigung und Brutalität stemmten. Nelka beleuchtet ihre Schicksale hellwach und sensibel – und bewahrt die Erinnerung an sie.
»Mit erlesener Präzision erschafft David Szalay verlorene Männerfiguren, die einen nicht mehr loslassen.« Rachel Kushner
Der fünfzehnjährige István lebt mit seiner Mutter am Rande einer ungarischen Stadt. Als sich aus der widerwilligen Bekanntschaft zu einer Nachbarin im Alter seiner Mutter eine sexuelle Beziehung entwickelt, die István selbst kaum begreift, gerät sein Leben außer Kontrolle. Ein Unfall ereignet sich, ein Mann stirbt. Im Folgenden treibt es István nach London, wo jede Abzweigung, die er nimmt, bestimmt ist von den guten oder eigennützigen Absichten Fremder. Schließlich findet er eine Anstellung als Fahrer eines Milliardärs, dessen Frau ihn nach und nach in ihr Vertrauen zieht. Und noch während er auf ungeahnte Weise aufsteigt und schließlich fällt, bleibt István selbst beinahe unbeteiligt am Geschehen, sprachlos – ein stiller Beobacht
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Ein bisschen Gras, ein genialer Coup und das Wunder von Bayern – Jakob Heins absurd komischer Roman über eins der größten deutschen Geheimnisse.
Nicht im Traum wäre sein Chef darauf gekommen, dass ausgerechnet Grischa, dieser schüchterne Assistent der Plankommission, eine geniale Idee ausheckt, wie der bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß die bankrotte DDR retten würde. Grischas tollkühner Plan geht auf. Die Politiker kommen aus dem Staunen nicht heraus, denn plötzlich stehen Hunderte junge Leute an der Grenze … und wollen in den Osten. Bald wird die Lage brenzlig, doch da macht die DDR der BRD ein Angebot, das sie nicht ablehnen kann …
Ein Vater, ein Sohn und ein Land, das es nicht mehr gibt
Sie sehen sich nur einmal im Jahr, und jedes Mal geraten sie in Streit. Der Vater, der als junger Mann nach Deutschland kam, hier eine Familie gründete, in der Gastwirtschaft arbeitete und das Land dreißig Jahre später wieder Richtung Kroatien verließ. Und der Sohn, der in Berlin lebt, Schriftsteller geworden ist und im Gästehaus seines Vaters an der Adriaküste Urlaub macht. Im Streit befreien sie sich von den Dingen, die zwischen ihnen stehen. Und sie entdecken in scheinbar kleinen Momenten eine unerwartete Nähe: wenn sie, begleitet vom Jugo, dem warmen Südwind, mit dem Boot zur Insel vor der Bucht fahren, Tennis auf dem Platz eines verfallenen Hotels spielen oder den kleinen Acker der Familie in Bosnien besuchen. Nach und nach legen sie alte, zugewachsene Wege frei – zueinander und zu ihrer gemeinsamen Geschichte.
Jugo ist ein berührendes Vater-Sohn-Porträt. Eine Liebeserklärung an den gleichzeitig nahen und fernen Vater, dessen Rückkehr in die alte Heimat schwieriger war als seine Ankunft in einem fremden Land. Einfühlsam erkundet Ilija Matusko die Vergangenheit, die eigene und die gemeinsame, erzählt von Familie und den Konflikten im zerfallenen Jugoslawien. Und er spürt einem Gefühl nach, das Vater und Sohn verbindet: nie ganz angekommen zu sein.