»Ich freue mich sehr auf Wildboden von Constantin Lieb! Endlich wird die wilde Liebesgeschichte von Ernst Ludwig Kirchner und Erna Schilling neu erzählt.« Florian Illies
1936, Frauenkirch, inmitten der Schweizer Alpen, unweit von Davos: Umgeben von majestätischen Bergen und wortkargen Bauern führen Erna Schilling und der Maler Ernst Ludwig Kirchner ein Leben in enger Verbundenheit. Dass die politische Situation in Deutschland immer dunklere Schatten wirft und ihre Existenz auf dem Wildboden zu zerstören droht, wird vor allem für Erna zur fast unerträglichen Zerreißprobe. Trotz aller Anstrengungen, sich gegen die äußere Gefahr sowie die inneren Dämonen und die Morphiumsucht ihres Partners zu stemmen, kann sie die Tragödie nicht verhindern: Als sie mit Kirchner den Menschen, dem sie sich bedingungslos verbunden fühlt, endgültig verliert, muss sie ihr Leben radikal überdenken und selbstbestimmt um die eigene Zuversicht und Zukunft kämpfen.
Vergangenheit und Gegenwart auf einzigartige Weise verwebend, erzählt Constantin Lieb so eindringlich wie hellsichtig, wie aus schmerzhaftem Verlust beeindruckende menschliche Stärke erwachsen kann, und wie die lebenslange Sehnsucht nach Halt unser Menschsein zu allen Zeiten zutiefst berührt.
Der Literaturnobelpreisträger und Songwriter Bob Dylan ist ein Meister darin, Geschichten zu erzählen, Stimmungen zu erzeugen und Emotionen hervorzurufen, nicht nur als Musiker, sondern auch als bildender Künstler. Sein neustes Buch zeigt rund 100 unveröffentlichte Schwarz-Weiß-Zeichnungen, die zwischen 2021/22 entstanden sind, Porträts, Stilleben und Landschaften. Mit seinen als „außergewöhnlich“ gefeierten Kunstwerken gelingt es Bob Dylan wie nur wenig anderen, die Schönheit und das Geheimnisvolle im scheinbar Alltäglichen zu finden, einmal mehr beweist er, dass er einer der wichtigsten und vielseitigen Künstler der Gegenwart ist.
Das intime Porträt einer Legende
Dichter, Songwriter und eine der prägendsten Figuren der Musikgeschichte: Leonard Cohen hat Musikgeschichte geschrieben. Christophe Lebold, der Cohen persönlich nahestand, legt nun die definitive Biografie vor. Basierend auf zwanzig Jahren Recherche und privaten Begegnungen zeichnet er Cohens Weg von Montreal über Hydra bis ins Zen-Kloster nach.
Lebold zeigt eindrucksvoll, wie Cohen existenzielle Themen wie Liebe, Verlust und Glaube in zeitlose Kunst verwandelte. Eine intime Annäherung an den Schöpfer von »Hallelujah« und »Suzanne« – und ein unverzichtbares Standardwerk für Musikfans und Literaturliebhaber.
»Wunderschön und einfühlsam geschrieben« The Atlantic
Reinhard Mey: eine Würdigung seines Werks und seines Lebens
Vielleicht hat Reinhard Mey es nicht geschafft, den Wind zum Zuhören zu bringen und die Felsen zum Weinen – der Orpheus der Deutschen ist er trotzdem geworden. Seit über 60 Jahren handeln seine Lieder von der Liebe, der Hoffnung und der Schönheit des Alltags. Mey ist dabei immer wiedererkennbar geblieben. In seinem Werk, seiner Haltung, seiner Menschenfreundlichkeit.
Oliver Kobold erzählt mit Wärme, unterhaltsam und berührend von Reinhard Mey und seinen Liedern, die so vielen Menschen zu treuen Begleitern geworden sind. Er schlägt dabei den Bogen von Meys frühen Chansons bis zu den Nr.-1-Alben der Gegenwart.
Ein inspirierendes Porträt des bedeutendsten deutschen Liedermachers.
Herbert Grönemeyer: endlich in der Universal-Bibliothek
Herbert Grönemeyer, das Multitalent: Sänger, Musiker, Schauspieler, Produzent – aber vor allem ein großer Textdichter, dessen Lyrics man nicht mehr aus dem Kopf bekommt – seit dem frühen »Bochum« (weiterhin von Fußballfans skandiert) bis zu seinem jüngsten »Das ist los« über die Krisen in dieser Welt. Es sind Texte über Alltagsszenen wie Parkplatzsuche, Verliebtheit, Eifersucht, Verzweiflung und Trauer bis hin zu Fragen nach dem Wesen von Kindern und Menschen – ein Muss für jeden an deutschsprachiger Rockmusik Interessierten.
»Aus allen Sätzen Artem Tschechs spricht nur Wahrheit. Nur Literatur.« Anna Prizkau, FAZ
Vom Bürger zum Soldaten: Diese Verwandlung ist das zentrale Thema der kunstvollen Kriegsbeschreibungen des großen ukrainischen Schriftstellers Artem Tschech. Eine universelle und zutiefst ehrliche Geschichte männlicher Verletzlichkeit, Emotionalität und Verantwortung.
Eine Uniform lässt sich nicht einfach wieder ablegen. Sie verändert den Menschen, der sie trägt, für immer. Von dieser Erfahrung erzählt der große ukrainische Schriftsteller Artem Tschech. Im Jahr 2022 wird er erneut an die Front berufen. In Echtzeit erlebt man mit, wie sich der Schriftsteller zum Soldaten wandelt, und folgt ihm von der Region Kyjiw zu den Frontstädten im Osten, ins friedliche New York und schließlich nach Bachmut. Doch dieser Soldat erzählt nicht vom Krieg. Sondern davon, wie der Krieg alle Sicherheiten fortreißt und welchen Halt man der inneren Zerrissenheit entgegensetzen kann. Für ihn lässt die Musik weiblicher Künstlerinnen – Lana Del Rey, Florence + The Machine und Lola Marsh – diesen rettenden Raum entstehen. So wird in den virtuosen Kriegsbeschreibungen von Artem Tschech eine neue Dimension von Männlichkeit offenbar: zweifelnd, intim, aufrichtig.
Liebe braucht Mut
AnNa R., die Stimme von Rosenstolz und Gleis 8, war eine Suchende. Mit ihrer Musik begeisterte sie Millionen von Menschen, denn ihre Lieder umarmen, reißen mit, öffnen Augen und Herzen. In ihren Songs ermutigt AnNa R. zum Zwiegespräch mit der Liebe, zu Selbstermächtigung und -akzeptanz. Diese Auswahl versammelt die schönsten Songtexte von Gleis 8 und aus dem Solowerk AnNa R.s – ausgewählt, kommentiert und mit einem Nachwort von Michael Loesl. In einem Essay beleuchtet Stefan Neuhaus die poetische Qualität des Schaffens von AnNa R.
Zum 100. Geburtstag von Hildegard Knef im Dezember 2025
Hildegard Knef war sicherlich die letzte deutsche Künstlerin, die den Ehrentitel Diva völlig ironiefrei und zu Recht tragen durfte. Davon legen neben ihren Filmen und Büchern ihre Chansons beredtes Zeugnis ab. So klug, so poetisch und gleichzeitig so cool und auf den Punkt hat keine über sich und über die alte, besonders für selbstbestimmte Frauen sehr muffige und repressive Bundesrepublik gesungen.
Erstmals dokumentiert der Band »Ich möchte am Montag mal Sonntag haben« 100 dieser Texte und versammelt Kommentare, Geschichten und Reflexionen von zeitgenössischen Künstler:innen zu diesen. Neben CÄTHE, Sebastian Krumbiegel (Die Prinzen), Mieze Katz (MiA.) und Bernd Begemann werden unter anderem Bernadette La Hengst (Die Braut haut ins Auge), Markus Berges (Erdmöbel), Stoppok, Franceso Wilking (Die Höchste Eisenbahn), Tim Fischer und Tex Rubinowitz Hildegard Knef mit ihren ganz persönlichen Liner Notes würdigen.
Die Heldinnen der Rockmusik
Von Grace Slick bis Bikini Kill, von Tina Turner bis Billie Eilish, von Patti Smith bis Taylor Swift: In mehr als vierzig originellen Porträts erzählen Kersty Grether und Sandra Grether so einfühlsam wie mitreißend von starken Sängerinnen und Rockgöttinnen, die das Genre sprengten und Grenzen überschritten. Was verbindet die großen Musikerinnen über die Jahrzehnte hinweg, wogegen kämpften sie an? Wäre etwa Phoebe Bridgers ohne Joni Mitchell denkbar? Wieso konnten die 70er Jahre weder Yoko Ono noch Karen Carpenter verkraften? Und hat PJ Harvey den Feminismus verraten? Eine spannende Geschichte über Herausforderungen und Glücks-Highs!
Mit großer Playlist zum Mithören und zahlreichen Interviews und Abbildungen.
»Kersty und Sandra Grether sind die berühmtesten Pop-Feministinnen Deutschlands.«
Birgit Fuß, Rolling Stone
»Ein furchtloser Roman über Mittäterschaft und darüber, wie aus dem kleinen Bösen das große Böse wächst. Kann man denn über das ›Dritte Reich‹ erzählen? Die Frage wird oft gestellt, nicht zu Unrecht. Nora Bossong beantwortet sie mit diesem großartigen Buch, indem sie es tut – vielschichtig, besonnen und erbarmungslos.« Daniel Kehlmann
Als Hans die elegante Stiefmutter seines Schulfreunds Hellmut Quandt kennenlernt, ahnt er noch nicht, welche Rolle Magda in seinem Leben spielen wird, für ihn persönlich, aber auch Jahre später als fanatische Nationalsozialistin und Vorzeigemutter des »Dritten Reichs«. Noch ist die Weimarer Republik im Aufbruch und Hans so heftig wie hoffnungslos in Hellmut verliebt. Doch nach einem Unglücksfall beginnen Hans und Magda eine Affäre, von der sie sich Trost und Vorteile versprechen: Sie will aus ihrer Ehe ausbrechen, er seine Homosexualität verbergen. Erst als Magda Joseph Goebbels kennenlernt und der NSDAP beitritt, kommt es zwischen Hans und ihr zum Bruch. Ein Roman, der über zwanzig Jahre den Weg zweier Menschen und eines Landes erzählt, der nicht unausweichlich war.
Nora Bossong zeichnet in ihrem Roman das intensive Porträt der Frau, die Magda Goebbels wurde, und ihres jungen Liebhabers. Zwei Menschen in der Maschinerie der historischen Ereignisse, unterschiedlich verstrickt, unterschiedlich schuldig geworden. Auch an sich selbst.