Im April 2022 erleidet Julia Decks Mutter Ann einen Schlaganfall. Den Ärzten zufolge sind ihre Überlebenschancen verschwindend gering. Doch die Patientin trotzt der Diagnose. Für Mutter und Tochter beginnt ein langer Weg durch das Labyrinth der Pflegeeinrichtungen, der sie mit einem System konfrontiert, das nicht mehr funktioniert. Gleichzeitig geht Julia Deck den blinden Flecken in der Erzählung der eigenen Familiengeschichte nach und begibt sich auf eine Spurensuche. Ihre Mutter wird in einer Arbeiterfamilie groß, in der Bücher keinen Platz haben, doch gerade die Begeisterung für Literatur und ihre Wissbegierde bieten der jungen Ann die Möglichkeit zum sozialen Aufstieg. Klar, lakonisch und liebevoll zugleich zeichnet Julia Deck das Bild einer Frau, die nach Selbstbestimmung strebt, und erzählt einfühlsam von der so komplexen wie absoluten Liebe zwischen Mutter und Tochter.
Ähnliche Bücher wie Die Wahrheit über Ann»Bridget Jones« für eine neue Generation
Hannah und Kiera sind emanzipierte, berufstätige, starke Frauen in ihren 30ern. Aber leider sind sie auch notorisch pleite. Als Hannah den reichen Oscar kennenlernt, springt bei ihr kein Funke über, doch die Vorstellung von einer durchgeheizten Wohnung lässt sie eine Beziehung in Erwägung ziehen. Zwischen Identitätskrisen und Mutterkomplexen hat Jo Cheetham einen unglaublich unterhaltsamen Roman über unsere Gegenwart geschrieben.
Hannah hat romantische Komödien, in denen ein Mann den Schlüssel zum Happy End einer Frau in der Hand hält, schon immer gehasst. Aber sie kann ihre Miete kaum noch bezahlen und die Wahl zwischen dem Zusammenleben mit einem Partner oder der eigenen, stets kritischen Mutter, ist nicht leicht. Als sie den wohlhabenden und von seiner eigenen Mutter geradezu besessenen Oscar kennenlernt, entschließt sie sich, ihm eine Chance zu geben. Schon bald ziehen die beiden in ein Cottage in der Nähe von Edinburgh. Doch es dauert nicht lange, bis die so schöne Fassade zu bröckeln beginnt. Denn Hannahs beste Freundin Kiera ist nicht begeistert davon, dass Hannah Sheffield für einen Typen verlassen hat. Und Hannah fragt sich, ob sie jetzt nicht die Art von Beziehung führt, für die sie andere immer verachtet hat. Auf hochkomische und doch sensible Weise erzählt Jo Cheetham über Freundschaft und die Möglichkeit von Liebe im 21. Jahrhundert.
Eine Tour de Force durch das jüdische East End
Wenn Harryboy nicht sein Geld verspielt, liest er Zola, bügelt Hosen und fühlt sich seltsam aufgehoben in Hackney, dem ärmsten Viertel von London. Bis eine neue Familie in seine Pension einzieht. Aufgerieben zwischen Aufstiegsträumen und Elternschaft scheitern die Deaners auf ganz andere Weise. Doch ihm wird klar, wie eng ihr Schicksal mit dem seinen verflochten ist. Ein leeres Versprechen gerät zu einer Achterbahnfahrt in die Untiefen des East Ends, des Krieges und seiner Vergangenheit, in deren Spuren er unerwartet auf eine noch größere Schuld stößt: auf ein Leben, das nie gelebt war.
Alexander Barons wiederentdeckter Kultroman The Lowlife (1963) ist eine brillante Milieustudie voller Witz und Melancholie. Ein moderner Schelmenroman über einen Mann, der Verantwortung lernen muss – und die langersehnte deutsche Erstübersetzung eines anglo-jüdischen Klassikers.
»Der Tagedieb hat sich zum Kultbuch der Subkultur entwickelt« The Guardian
Ein herzzerreißendes, erbauendes Buch über die transformative Kraft der Liebe
Rothko Taylor ist wieder angeschwemmt worden, in Edgecliff, der rauen Kleinstadt an der Küste. Vor zwanzig Jahren hatte Rothko sie verlassen. Und auf einmal nähert sich die Vergangenheit in rasender Geschwindigkeit: die Kids auf den Skateboards genau wie früher, die gesplitterten Bänke mit Blick raus aufs Meer, wo Mum mit den Dosen im Klammergriff saß. Der eine nette Ort der Stadt, an dem der Vater nichtsdestotrotz gescheitert ist bei dem Versuch, ein glückliches Zuhause zu errichten. Und dann der Häuserblock von Dionne. Die schöne, außergewöhnliche Dionne, der einzige Mensch, der Rothko jemals wirklich angeschaut und gesehen hat, was da war. Damals war dey überwältigt, von der schieren Angst, sank unter die Oberfläche ins Chaos. Doch dey hat es lebendig wieder rausgeschafft. Und dieses Mal ist Rothko felsenfest entschlossen, dass es anders laufen wird.
In Ein Leben lang gesucht erzählt Kae Tempest sprachgewaltig und unnachahmlich von Familie und Vergebung, Erlösung und Sühne, Sehnsucht und Hingabe. Von den Dingen, die wir suchen, wenn wir uns verstecken, und von dem, was uns findet, wenn wir uns sehen lassen.
Flucht und Ankommen, Sehnsucht und die Vergangenheit im Gepäck. Und immer wieder der Geschmack der Ostsee im Mund.
Dorit Linke schreibt berührend von Hannas innerer Zerrissenheit zwischen Schuld und Hoffnung. Eine authentische Geschichte über ein Land im Umbruch und mutige Menschen, die ihren Platz in der neuen Freiheit suchen.
Hanna ist nach ihrer Flucht bei ihrer Tante in der BRD angekommen. Sie muss lernen, dass Freiheit nicht nur Aufbruch bedeutet, sondern auch, sich mutig der Vergangenheit zu stellen. Während sie versucht zwischen Schwimmtraining und Party eine neue Normalität zu leben, fällt die Mauer. Sie kehrt in die DDR zurück. Dort trifft sie bei ihren Eltern, Freunden und alten Bekannten auf Hoffnung, Orientierungslosigkeit und auch Misstrauen. Hanna fühlt sich zusehends zerrissen zwischen neuen Bekanntschaften, den Erinnerungen an Andreas und den Erlebnissen in der Nachwendezeit. Einige Jahre später erlebt sie die entfesselte Gewalt beim Pogrom in Rostock-Lichtenhagen, die das vermeintlich antifaschistische Selbstbild ihrer früheren Heimat brutal zerstört.
Erst als sie ihr Weg weiter führt, von Bremen, nach Berlin und schließlich nach Schottland, kann sie endlich wieder atmen, findet ihre Liebe und gewinnt die Leichtigkeit im Leben zurück.
Dorit Linke ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes für ihr Engagement in der Politischen Bildung.
Für diesen Titel stehen Unterrichtsmaterialien zum kostenlosen Download auf der Verlagswebsite arena-verlag.de zur Verfügung.
Gedruckt auf Recycling-Umweltschutzpapier, zertifiziert mit dem „Blauen Engel“.
Außerdem von der Autorin bei Arena:
Jenseits der blauen Grenze
Jenseits der blauen Grenze. Ausgabe in Einfacher Sprache
»Diese Rachekomödie ist ein großer Spaß und ein genial konstruierter Pageturner.« The Bookseller
Was tust du, wenn du entdeckst, dass jemand deine Ehe in eine Netflix-Serie verwandelt hat? Zwischen Drehbuchautorin Phoebe und ihrem vermeintlichen Opfer Kate entspinnt sich ein Kampf, den nur eine von ihnen gewinnen kann. Bestsellerautor John Lanchester entwirft eine funkenschlagende Rachekomödie, die Macht, Privilegien und Doppelmoral zwischen Boomern und Millennials verhandelt.
Kate lebt mit ihrem Ehemann Jack seit Jahrzehnten den Traum gut situierter Großstädter. Doch als eine Serie zum Megahit wird, verwandelt sich ihr Leben in einen Albtraum. Denn „Betrug“ verhandelt intime Details ihrer eigenen Ehe. Kate will herausfinden, wer versucht, ihr Leben zu zerstören. Und warum. Phoebe ist die begehrteste junge Autorin der Stadt. Ihre Streaming-Serie bricht mit Tabus, ist amoral und voyeuristisch und trifft damit den Nerv der Zeit. Doch auf dem Höhepunkt ihres Erfolges scheint ihr privates Glück mit einem Mal zu kippen …
Der neue Roman von Bestsellerautor John Lanchester ist eine brillante Rachekomödie aus der Mitte unserer Gesellschaft. Ein bitterböser und hochkomischer Generationenroman über zwei sehr unterschiedliche Frauen, die sich ein atemloses Duell liefern.
„Es ist grandios geschrieben, beschreibt unfassbar treffend Umgangsweisen und Verbrechen unserer modernen Zeiten und wird zum Schluss sehr, sehr böse.“ Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur