Ein großer Roman über die Risse in unserer Gesellschaft
In ihrer Kindheit waren sie unzertrennlich. Max, der Jüngere, bewundert den älteren Julius, aber er misstraut ihm auch. Ende der 90er Jahre gehen sie zum Studium nach Berlin. Julius wird Journalist, Max Arzt. Beide lieben Nina, die Julius heiratet. Doch Max kommt von ihr nie los.
Als Julius‘ Karriere ins Stocken gerät, verhärten sich seine politischen Ansichten. Die Kluft zwischen den Brüdern wird tiefer, sie werden sich fremd. Dann verschwindet Julius, und Max ahnt warum. Er muss sich Fragen stellen, die er lange vermieden hat: Wie gut kennen wir die Menschen, die uns am nächsten stehen? Und halte ich zu meinem Bruder, auch wenn er gefangen scheint in einer Welt aus Lüge und Zorn?
Bryony hat eigentlich kein Problem damit, Single zu sein. Deshalb fragt sie sich, warum sie sich immer noch mit Ed trifft, der zwar okay, aber eben auch nicht mehr ist. Doch kurz bevor sie Schluss machen will, bekommt sie einen Anruf: Ed ist tot. Und offenbar hat er Bryony seiner Familie als seine große Liebe und zukünftige Ehefrau verkauft. Das gerade jetzt zu korrigieren wäre grausam. Die Beerdigung abzusagen wäre unhöflich. Also geht Bryony hin - und ehe sie sich versieht, steckt sie im Chaos von Eds exzentrischer, aber liebenswerter Familie fest. Was als Pflichtbesuch beginnt, wird zu einer Begegnung mit Menschen, die Bryonys Blick auf ihr eigenes Leben verändern.
Stell Dir vor, dein Leben dauert eine Woche – und heute ist Freitag
Wenn ein Mann bei einem Date gesagt bekommt, dass er älter aussieht als sein brandaktuelles Foto, dann weiß er, die Dinge in seinem Leben laufen nicht gerade toll. So wie bei Henri. Irgendwie geht es ihm okay. Aber irgendwie auch überhaupt nicht: seine Ehe ist Geschichte, die Affäre aber auch. Als sein Hausarzt dann auch noch »die Wechseljahre« bei ihm diagnostiziert, reicht es Henri langsam. Da passt es auch ganz gut, dass seine Traumfrau Emily als Coach arbeitet. Kann sie ihm helfen? Dummerweise steht Emily privat auf junge Männer. Aber so leicht gibt Henri nicht auf. Er merkt: Er will noch lange nicht aufs Abstellgleis. Und vielleicht sind die Wechseljahre ein Gleiswechsel, den er begrüßen sollte.
Es sind die 60er Jahre, der junge katholische Priester David liest in der englischen Provinz die heilige Messe, vollzieht Trauungen und spendet den Sterbenden Trost. Doch er zweifelt an der Kirche, der er sein Leben verschrieben hat. Könnte sie nicht anders werden, offener? In London ringt die freiheitsliebende Lehrerin Margaret nach dem Tod ihrer Eltern und dem Ende einer Affäre um Halt; ausgerechnet der Glaube und die aufbrechenden Debatten um Sexualität und Religion ziehen sie an. Als sie eine Lehrstelle in Davids Diözese annimmt, kreuzen sich ihre Wege. Schnell kommen die beiden sich nah. Sie lesen, reden, streiten, lachen miteinander; sie staunen übereinander – über seine Sensibilität, über ihre Gedankenschärfe –, und langsam fragen sich David und Margaret, ob das, was sie füreinander empfinden, nicht Liebe sein könnte.
Ein Roman über Begehren und Berufung, über Leidenschaft, Zweifel und den verzweifelten Wunsch, eine starre Institution zu verändern. Mit der poetischen Kraft einer preisgekrönten Lyrikerin erzählt Stephanie Sy-Quia eine außergewöhnliche Liebesgeschichte – inspiriert von der wahren Geschichte ihrer eigenen Großeltern.
Der Vater einer, wie man ihn sich kaum vorstellen kann: Von allen nur »Löwe« genannt, ist er Zeit seines Lebens ein charismatischer Bonvivant. Polospieler, Rennfahrer, Ex-Sträfling, leidenschaftlicher Fallschirmspringer und tief im Herzen eben immer ein Träumer. Für die Tochter gleicht der Vater einem Halbgott, der auf die Erde herabsteigt und dabei auf jede erdenkliche Weise – durch Schulden, Drogen, Affären – zu Fall kommt und sie mitreißt. Von diesen Stürzen erzählt die Tochter, als sie selbst Mutter geworden ist, von den vielen Enttäuschungen ihrer unsteten Kindheit und Jugend zwischen England, Argentinien und Peru und von der unvergessenen Euphorie, die es bedeutet, einen überlebensgroßen Vater zu haben.
Sonya Walger hat ein einzigartiges Denkmal erschaffen, an den Vater, an das Tochter-Sein, an die eine Beziehung, an der sich trotz allem Widerstand das ganze Leben orientiert. In ihrem autobiografischen Roman Löwe erzählt sie eine rasante, unvergessliche Familiensaga, deren Intensität und Farbigkeit den Atem nehmen.