Gibt es Grenzen der Einfühlung in andere? Wozu verpflichtet uns die Erinnerung an die Geschichte? Gibt es Grenzen der Pflicht, im Namen der Menschenrechte zu sprechen? Oder darf nichts uns daran hindern, die anderen als Teil des universalen Wirs wahrzunehmen? Carolin Emcke stellte sich diese Fragen bereits vor dem 7. Oktober und Gaza. Aber seither sind sie noch dringlicher. Es geht letztlich um die existenzielle Frage: Was zählt ein Mensch? Seit über 20 Jahren reist Emcke nach Israel-Palästina. Zuletzt sprach sie dort mit Menschen aus Bee'ri oder Jenin, aus Tel Aviv oder Ramallah, um die toten Winkel der Empathie im hiesigen Diskurs auszuleuchten.
Wo endet die künstlerische Freiheit? Wo beginnt die gesellschaftliche Verant-wortung?
Was dürfen Künstler:innen? Diese Frage muss von derjenigen unterschieden werden, was Kunst ist – und was sie darf. Kunst ist ihrem Wesen nach frei und autonom. Sie entfaltet sich von innen heraus, nicht durch äußeren Zwang. Zugleich ist die Kunstgeschichte voller Versuche, sie politisch zu vereinnahmen. Das gilt auch für viele Kunstschaffende, die sich auf die Freiheit der Kunst berufen und zugleich politisch wirken wollen. In einer Zeit, in der freies Denken – das sich gerade in der Vielfalt der Künste manifestiert – weltweit unter Druck steht, braucht es eine Neubesinnung: auf das Wesen der Kunst ebenso wie auf ihr Verhältnis zu nichtästhetischen Normen. Markus Gabriel entwickelt eine allgemein verständliche Theorie der Künste, die deren radikale Autonomie ernst nimmt,
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Es geht ein Rechtsruck um die Welt, überall gewinnen autoritäre Kräfte an Macht und Einfluss. Und doch laufen die ewig bemühten Analogien zur Zeit des Nationalsozialismus ins Leere: Der Faschismus der Gegenwart hat eine neue Gestalt, die nicht leicht zu erkennen und noch schwerer zu erklären ist. In Redeckers wegweisender Analyse gewinnt sein diffuses Wesen an Kontur – und wird angreifbar. Seinen Kern verortet sie in der Beschwörung eines unbedingten Besitzanspruchs, dessen Verteidigung über Leichen geht. Ein erhellendes und widerständiges Buch, das Verbundenheit gegen die um sich greifende Härte unserer Zeit stellt.
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