Kurz nach dem russischen Angriff auf die Ukraine beschließt der Student Alexander Gertz, ins Heimatland seiner Mutter zu reisen. Er engagiert sich in der humanitären Hilfe und tritt im Herbst 2023 als Sanitäter in die Armee ein. An der Front erlebt er unvorstellbare Dinge. Und beginnt schließlich, sie aufzuschreiben.
Eigentlich wollte der Sohn ukrainisch-russischer Spätaussiedler Diplomat werden, um die Welt sicherer zu machen. Im Donbass begegnet ihm das Grauen. Sein Bericht aus dem Alltag eines Krieges, der langsam aus den Schlagzeilen verschwindet und dabei mit ungebremster Brutalität fortgeführt wird, soll aufrütteln. Und er lässt einen nicht so bald wieder los.
»Zum ersten Mal seit Minuten können wir verschnaufen. Und denken. Bis jetzt sind wir ziellos vor den Drohnen geflohen. Ohne Karte, ohne Funkgerät kann das genauso gut bedeuten, dass
Ähnliche Bücher wie Im Schatten der Drohnen
Die Bundesrepublik Deutschland von Wiederaufbau bis Wiedervereinigung: das Abenteuer Jugend in der BRD
Wie war sie, die Kindheit früher in Westdeutschland, irgendwo zwischen Wirtschaftswunder und Konsumgesellschaft, 68er-Bewegung, WAA-Protesten und der Katastrophe von Tschernobyl? Nach »Die Bonner Republik« hat sich Fotograf Wolfgang Vollmer für den Greven Verlag erneut auf Bilderjagd in den Archiven begeben. Mit seinem Gespür für einzigartige Momente hat er eine Fotosammlung erstellt, die Kinder und Jugendliche aus rund vier Jahrzehnten BRD in den Blick nimmt. Dazu analysiert SZ-Journalist Heribert Prantl mit kluger Beobachtungsgabe, was junge Menschen in diesen aufregenden Zeiten prägte, begeisterte und bewegte: Von der »Bravo« bis zum Bonanzarad, von der Halbstarken-Bewegung bis zum Hausbesetzertum.
Jugend zwischen Anpassung und Aufbegehren: Fotogeschichte einer Republik im Reifeprozess
Aufgewachsen in den 50er Jahren mit der heilen TV-Welt von Lassie, Flipper und Co., erwärmten sich viele später für die Rolling Stones oder Rudi Dutschke. Zwischen biederem Alltag und radikalem Aufbruch formten sie das Gesicht einer modernen Gesellschaft der Nachkriegszeit.
Rund 250 ausgewählte historische Fotos nehmen die Leser:innen mit auf Zeitreise, u.a. von Will McBride, Barbara Klemm, Jupp Darchinger, Friedrich Seidenstücker, Christel Fomm, Abisag Tüllmann, Wolfang Haut, Dirk Reinartz, Alfred Tritschler, Brigitte Stachowski, Verena von Gagern, Hansherbert Wirtz, Marga Kingler. Anita Kloten und Oswald Kettenberger.
Der Fotoband porträtiert Jugendkulturen von Gammlern bis Punks, zeigt neue Perspektiven auf große Momente der Zeitgeschichte und erinnert an die Lieblingsspielzeuge unserer Kindheit. Eine erkenntnisreiche Studie über die Jugend in Deutschland bis zur Wende - und zugleich ein nostalgischer Blick zurück auf die eigene Biografie.
»Dieses Buch zeigt auf bewegende Weise, wie sich äußere Gewalt im Inneren der Menschen auswirkt.« Marica BodroŽiĆ, Bilder und Zeiten, FAZ
»Ihr Bericht ist Poesie und Analyse zugleich. Und von schmerzhafter Aktualität.« NZZ
Nach dem Tod von Mahsa Jina Amini im September 2022, der landesweite Proteste auslöste, geht auch Nila auf die Straße. Die Angst ist der ständige Begleiter der Frauen, die gemeinsam für ihre Rechte kämpfen - bedroht und eingeschüchtert von der berüchtigten Sittenpolizei, die wahllos verhaftet, foltert und tötet.
Eindringlich und bewegend schildert Nila ihre persönlichen Erfahrungen als Aktivistin auf den Straßen Teherans und setzt diese in den Kontext einer langen Geschichte weiblicher Stärke in Iran.
Ein mutiges Zeugnis, das einen tiefen Einblick in die gegenwärtigen Proteste und die anhaltende Unterdrückung in Iran bietet.
»Sehr wütend, poetisch, politisch, aber auch sehr persönlich geschrieben.« RBB-Sendung Orte und Worte
»Die iranische Autorin und Aktivistin Nila schreibt unter Lebensgefahr und Internetsperre aus Teheran. Ihr neues Buch dokumentiert die "Frau, Leben, Freiheit"-Bewegung - und zeigt die Zerrissenheit der Opposition.« FAZ
Ein faszinierender Blick hinter die Kulissen der neuen Weltordnung und eine spannende Analyse, die erklärt, warum die Kriegsgefahr so hoch ist – und was wir in Europa tun können, um Frieden zu sichern.
Wie entstehen Kriege? Und wie Frieden? Ulrike Herrmann untersucht in diesem Buch große internationale Konflikte und analysiert, dass die Gründe nicht nur historisch, psychologisch oder politisch sind. Sondern dass oft ökonomische Faktoren ausschlaggebend sind. Sie zeigt am Beispiel Russlands, wie die wirtschaftliche Entwicklung des Landes permanente Kriege auch in Zukunft wahrscheinlich macht. Und sie beschreibt Chinas Aufstieg zur Supermacht und erklärt, wie Präsident Xi sein Land in eine ökonomische Sackgasse manövriert hat, die er mit seinen Aggressionen gegen Taiwan zu kaschieren versucht.
In ihrem augenöffnenden und brisanten Buch zeigt Ulrike Herrmann, wel
Ähnliche Bücher wie Geld als Waffe
Was wissen wir wirklich über die Menschen, die uns am nächsten stehen?
Als Lea Ypi im Internet ein ihr unbekanntes Foto entdeckt, das ihre Großeltern 1941 beim Après-Ski in den italienischen Alpen zeigt, fragt sie sich, was sie wirklich über ihre Familie weiß. Warum hat ihre geliebte Großmutter Leman, genannt Nini, Französisch gesprochen, wenn sie doch in Saloniki aufgewachsen war, als Enkelin eines Würdenträgers? Was hatte sie bewogen, als junge Frau Griechenland zu verlassen und auf eigene Faust nach Tirana zu gehen? Wie war sie mit Asllan zusammengekommen, ihrem Mann, der bald für viele Jahre in einer »Universität« verschwand? Und warum lächelte sie im Schnee von Cortina und zu einer Zeit, in der es nichts zu lachen gab, weil in Europa ein grausamer Krieg tobte?
Lea reist an die Orte von Lemans Leben, um es Stück für Stück anhand von Archivalien, Akten und Anekdoten zu rekonstruieren. Gebannt folgt man ihr in die untergegangene Welt der osmanischen Aristokratie, an die Wiege der neuen Nationalstaaten auf dem Balkan und natürlich nach Albanien, erst unter faschistischer Besatzung, dann unter kommunistischer Herrschaft.
Fesselnd, empathisch und in ihrem unnachahmlichen Ton erzählt Lea Ypi in Aufrecht von den Wendepunkten eines Lebens in extremen Zeiten – von schicksalhaften Begegnungen, von Liebe und Verrat sowie von Entscheidungen gegen den Strom der Geschichte. Ihr neues Buch – der lang erwartete Prequel zum international gefeierten Bestseller Frei – ist atemberaubende Familiensaga und tiefgründige Reflexion über die Zerbrechlichkeit der Wahrheit. Mit der Kraft der Imagination setzt es Menschen ein Denkmal, die ihre Würde zu bewahren vermochten, als sie mit Stiefeln getreten wurde. Episch.
Donald Trump versprach vor seiner erneuten Wahl, die liberale Demokratie aus den Angeln zu heben. Er wurde nicht trotz, sondern wegen dieses Versprechens gewählt. In ihrem Bestseller Gekränkte Freiheit zeigten Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey, wie Libertarismus und Autoritarismus miteinander verschmelzen könnten. Zwei Jahre später hat die Realität ihre soziologische Diagnose auf bedrückende Weise bestätigt. Nun befassen die Soziolog:innen sich mit den Wähler:innen und Followern von Trump, Musk sowie der AfD.
Woher diese Lust an der Zerstörung? Und warum folgen so viele Bürger:innen den libertären Autoritären in den selbstgewählten Faschismus? Auf der Grundlage umfangreicher empirischer Forschungen, darunter einer Vielzahl ausführlicher Interviews, u. a. mit AfD-Anhängern und Mitgliedern libertärer Vereinigungen, entwickeln Amlinger und Nachtwey eine Erklärung: Im Kern richtet sich diese Revolte gegen die Blockade liberaler Gesellschaften, die ihre Versprechen auf Aufstieg und Emanzipation nicht mehr einlösen. In diesem Sinne geht es Trump, Musk, Weidel und ihren Anhänger:innen, schließen die beiden mit Erich Fromm, um die Zerstörung der Welt als letzten, verzweifelten Versuch, sich davor zu retten, von ihr zermalmt zu werden.
Spätestens seit der Allianz von Donald Trump und Elon Musk ist klar: Die Tech-Milliardäre sind nicht nur die reichsten Männer der Welt, es geht ihnen auch um politische Macht und um die radikale Umgestaltung von Gesellschaft und Natur.
Als Douglas Rushkoff eine Einladung in ein exklusives Wüstenresort erhält, nimmt er an, dass er dort über Zukunftstechnologien sprechen soll. Stattdessen sieht er sich Milliardären gegenüber, die ihn zu Luxusbunkern und Marskolonien befragen. Während die Welt mit der Klimakatastrophe und sozialen Krisen ringt, zerbrechen sich diese Männer den Kopf, wie sie im Fall eines Systemkollapses ihre Privatarmeen in Schach halten können.
Der Medientheoretiker Rushkoff verfolgt die Internetrevolution seit Jahrzehnten, ist Erfinder der Begriffe »viral gehen« und »Digital Natives«, bewegte sich lange im Kreis von Vordenkern und kreativen Zerstörern. In einer Zeit, in der Elon Musk und Peter Thiel sich immer stärker in die Politik einmischen, rekonstruiert er, wie aus der Aufbruchsstimmung der 1990er ein Programm aus Angst und Größenwahn werden konnte. Viele Tech-Unternehmer wollen uns Normalsterbliche einfach nur hinter sich lassen, werden aber als Visionäre gefeiert. Angesichts der Zerrüttungen, die ihre Geschäftsmodelle produzieren, müssen wir uns von ihrem Mindset befreien – denn mitnehmen werden sie uns auf ihrem Exodus sicher nicht.
Ein flammendes Plädoyer gegen Egomanie und für die Wiederentdeckung kooperativen Handelns