Die Geschichte von Hollywood und von Mr. Selig, dem Filmunternehmer, der statt im langweiligen Kalifornien lieber im brausenden Chicago sein Glück machen will. Und von Mr. Boggs, seinem Spielleiter, der jedes Mal, wenn sich eine Wolke vor die Sonne schiebt, den Betrieb einstellen muss und deshalb nichts sehnlicher wünscht, als in den sonnigen Westen zu ziehen.
Havanna im Ausnahmezustand: Der historische Besuch Obamas und das legendäre Rolling-Stones-Konzert stehen kurz bevor. Amerikanische Touristen johlen in den Straßen, exklusive Bars servieren teure Drinks. Inmitten der Aufbruchstimmung ermittelt Conde in einem unliebsamen Fall: Ein berüchtigter Kunst-Zensor wird tot aufgefunden, ein Mann, der etliche Leben zerstörte.
Gleichzeitig vertieft sich Conde in eine kubanische Legende: 1909, als der Halley’sche Komet für Weltuntergangsstimmung sorgt, entzündet ein Mord im Rotlichtmilieu eine Fehde zwischen zwei Gangsterbossen. Zu Condes Überraschung ergeben sich zwischen Gegenwart und Vergangenheit ungeahnte Verbindungen.
In einem Havanna zwischen Rausch und Verzweiflung beschwört ein epischer Kriminalfall Echos eines bewegten Jahrhunderts herauf.
Sara, ihr Onkel Mats und ihre Cousine Evi fahren von Malmö nach Berlin, um den Stolperstein zu besuchen, der ihren Familiennamen trägt. Und um die Briefe mit der Familiengeschichte dem Jüdischen Museum zu übergeben. Die Großmutter war mit einem Kindertransport nach Schweden aus Berlin gerettet worden. Doch Sara, Mats und Evi haben alle auch ihre ganz eigene Agenda im Hier und Jetzt. Ein berührender Roman über Familienbande, intergenerationale Traumata, Geheimnisse, die wir bewahren, und Lügen, die wir uns selbst erzählen – präzise und einfühlsam geschildert.
»Anna Brynhildsen schreibt zurückhaltend, aber herzzerreißend.« Dagens Nyheter
Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr will. Aber was sie will, das weiß Samara nicht genau. Vielleicht ein Leben, in dem sie sich nicht wie eine Fremde fühlt?
Jetzt hat sie knallorange gefärbte Haare, einen schönen alten Wagen und überall, wo sie ankommt, einen neuen Namen. Und aufwärts soll es gehen, also richtig nach oben, hoch in die Schweizer Alpen nach St. Moritz. Da kommt ein wunderschöner Mann mit eisblauen Augen her, den Samara in Berlin kennengelernt hat und der ihr nicht aus dem Kopf geht. Überhaupt gibt es viele schöne und reiche Menschen in St. Moritz – mittendrin Samara, die jetzt nicht mehr Samara heißt. Und keine Hochstaplerin ist, sondern erfolgreiche Künstlerin.
Dann ist auf einmal der wunderschöne Mann wieder da. U
Ähnliche Bücher wie 1999 Meter über dem Meer
An der bulgarischen Schwarzmeerküste entsteht in den 1950er Jahren ein Ferienort: Goldstrand, geplant als leuchtende Vision, als Platz an der Sonne für alle. Auf der Baustelle wird Eli gezeugt. Sechzig Jahre später hat er seine größten Erfolge als Filmregisseur längst gefeiert und liegt auf der Couch seiner Analytikerin in Rom. Er mutmaßt und fabuliert seine Familiengeschichte, die durch ein ganzes Jahrhundert und quer über den europäischen Kontinent führt. Was tun mit den uneingelösten Versprechen der Vergangenheit?
»Wie erzählen wir unser Leben, wenn wir es selbst kaum fassen können? Meisterlich führt Katerina Poladjan vor, wie eine Biographie aus Selbstbefragung und Erfindung entsteht, aus Fabulieren und dem Umschiffen von Schmerz.«
Aus der Begründung der Jury
Friedchen und Paula lernen sich 1932 kennen und »verfreunden« sich auf den ersten Blick. Zwei junge Frauen voller Lebenshunger, voller Hoffnungen und großer Träume. Ihre Freundschaft, so schwören sie sich in durchtanzten Nächten in Berlin, wird für immer halten. Und wie nebenbei verliebt sich Friedchen in Paulas charmanten Cousin Max. Doch dann kommt Hitler an die Macht – und Paula und Max sind Juden. Katharina Höftmann nimmt uns mit auf eine Reise durch ein Jahrhundert, über den Ozean und all die Erschütterungen hinweg, die bis heute nachwirken.
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Stehen wir vor einem dritten Weltkrieg?
Die Weltordnung wankt: Immer mehr Großmächte ringen um Vorherrschaft – in Technologie, Handel und geopolitischen Zonen. Eindringlich warnt Odd Arne Westad vor den Gefahren eines neuen globalen Krieges von nie dagewesenem Ausmaß. Mit seiner tiefen Kenntnis der Vergangenheit schildert er die Parallelen zwischen der heutigen multipolaren Welt und der Vorkriegszeit vor 1914. Er zeigt, warum wir neue Wege in Diplomatie, Abschreckung und Kompromissfähigkeit brauchen – bevor es zu spät ist.
Die internationale Ordnung, wie wir sie kannten, gibt es nicht mehr. Der Ausbruch eines globalen Krieges scheint wahrscheinlicher denn je. Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie gibt wiederkehrende Muster preis. Um die Bedrohungen in dieser komplexen Welt zu verstehen, müssen wir auf die Lehren des frühen 20. Jahrhunderts blicken, das unserer Zeit auf unheimliche Weise ähnelt: Eine Zeit, in der Großmächte um regionale Dominanz rangen, Nationalismus, Populismus und Zollkriege auf dem Vormarsch waren. Scharfsinnig argumentiert Westad, dass unsere bisherigen Vorstellungen von internationaler Diplomatie nicht mehr greifen. Er plädiert für einen neuen Umgang mit Kompromissbereitschaft, nuklearer Abschreckung sowie diplomatischer Sprache und Praxis, bevor sich die alten Fehler wiederholen. Denn wer die Geschichte kennt, weiß: Der nächste Sturm kündigt sich leise an. Doch seine Wucht könnte alles übertreffen, was die Menschheit je erlebt hat.